Ernährung, Gesundheit, Leben

Mit einer gesunden Darmflora im Gleichgewicht bleiben – Alltagsbeschwerden vermeiden

Bauchgrummeln und Stress

Spätestens seitdem Giulia Enders mit ihrem Buch „Darm mit Charm“ die Buchläden in ganz Deutschland erstürmte, hat unser Darm Prominentenstatus erreicht. Alle reden über den Darm und die Darmflora. Diskussionen über Probiotika und links- bzw. rechtsdrehende Bakterien gehören fast schon zum Small Talk – doch worauf kommt es genau an? Wir fassen einmal zusammen!

100 Billionen Mikroorganismen im Einsatz für unsere Verdauung

Als Darmflora werden die Mikroorganismen bezeichnet, die unseren Darm besiedeln. Das hört sich vielleicht zunächst etwas merkwürdig an. Schließlich möchte man ungern unbekannte Wesen in sich leben haben. Doch unser Darm führt mit ihnen eine symbiotische Beziehung. Für uns ist diese Besiedelung von besonderer Bedeutung, denn die 100 Billionen Mikroorganismen produzieren das Vitamin B12, kämpfen gegen Krankheitserreger, bauen Schadstoffe wie krebserregende Substanzen ab und unterstützen das Darm-Immunsystem.

Übrigens, wenn Sie das nächste Mal auf der Waage stehen, können Sie anderthalb Kilo getrost auf die Bakterien schieben, denn so viel wiegt die Darmflora durchschnittlich bei einem Erwachsenen.

Mit einer Darmflora im Gleichgewicht fühlen wir uns einfach gesünder. Doch falsche Ernährung, Dauerstress, Schlafmangel oder Medikamenteneinnahme bringen die Balance schnell durcheinander. Neue Studien legen nahe, dass eine gestörte Darmflora auch Stress, Angst und Depressionen mitverursachen kann.
Wenn das komplexe Ökosystem unserer Darmflora durcheinander kommt, nehmen schnell die pathogenen, also potentiell krankmachenden, Mikroben überhand und vermehren sich so rasant, dass sie Schäden anrichten und beispielsweise Entzündungen der Darmschleimhaut die Folge sein können. Daher müssen wir darauf achten, unsere Darmflora nicht zu schädigen.
Eine gestörte Darmflora kann man mit einer Ernährungsumstellung und Präparaten aus der Apotheke, wie mit Omni Biotic oder Lactobact, oft wieder in Ordnung bringen. Auch Vorbeugung ist wichtig. Sie kann allerdings auch ein Anzeichen für Krankheiten sein, denn Erkrankungen wie Morbus Crohn und Reizdarmsyndrom stehen selbst in Verbindung mit einer veränderten Darmflora. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker über Ihre genauen Symptome.

Tipps für die Darmflora-Pflege

  • Gute und ausgewogene Ernährung
  • Trinken Sie ausreichend chlorfreies Wasser – am besten aus einem Wasserfilter
  • Meiden Sie Zucker und Fertigprodukte, in denen oft viel Zucker versteckt ist. Wer selbst und mit Bio-Lebensmitteln kocht, tut seinem Darm und seiner Gesundheit in jedem Fall etwas Gutes.
  • Gedünstetes Gemüse ist für den Darm leichter verdaulich als Rohkost
  • Stressreduktion
  • Fettarme Ernährung
  • Sport

Die Darmflora aus dem Gleichgewicht – Was hilft?

  • Probiotikum: Das sind lebende Bakterien. Hierbei sollte ein Produkt mit einer breiten Palette verschiedener Darmbakterien in ausreichender Dosierung gewählt werden, z.B. Produkte von Omnibiotic oder Lactobact.
  • Darmreinigung: Das sind Flüssigkeiten mit Kombinationen aus natürlichen Kräuterextrakten und aufbauenenden Darmbakterien, die kurweise eingenommen werden, z.B. Orthodoc Darmreinigung oder Mikrosan.

Antibiotika und die Darmflora – Ein Trauerspiel

Fast jeder, der schon einmal ein Antibiotikum nehmen musste, wird es kennen. Von leichtem Rumoren bis Magenschmerzen, Durchfall und Weiterem. Man merkt schnell, dass das Antibiotikum und die Mikroorganismen im Darm sich nicht besonders gut vertragen.

So sehr das Antibiotikum für die eigentliche Erkrankung helfen mag, tötet es eben auch viele nützliche Bakterien ab (bis zu 90%) und kippt die Darmflora leicht aus der Balance. Je länger die Therapie, desto schlimmer ist es für den Darm.

Da sich Antibiotika mittlerweile auch in vielen industriellen Fleisch- und Milchprodukten befinden, muss das Antibiotikum nicht einmal als Tablette genommen werden, um bereits schädlich zu sein. Oft reicht es schon aus regelmäßig tierische Produkte aus Massentierhaltung zu essen.

Wenn sich die Einnahme eines Antibiotikums, mangels alternativer Behandlungsmöglichkeiten nicht verhindern lässt, kann es sinnvoll sein Probiotika einzunehmen. Lassen Sie sich beraten!

Jetzt sind Sie hoffentlich um ein paar Fakten reicher und für den nächsten Darm-SmallTalk gewappnet. Bleiben Sie im Gleichgewicht!

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