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Zeckensaison – Worauf sollte ich achten?

Zeckenbiss – und jetzt?!

Wenn es im Frühjahr wieder wärmer wird zieht es uns wieder vermehrt nach draußen in die Natur. Jedoch werden nicht nur wir aktiver, sondern auch die kleinen Krabbeltierchen. Das wohl kleinste aber meist gefürchtete Tierchen ist die Zecke.

Die Zecke (lat. Ixodida) gehört zu der Familie der Milben und ist in seiner ausgewachsenen Form nur etwa so groß wie ein Streichholzkopf. Um zu überleben saugen sie das Blut von einem Wirt, z.B. dem Menschen, um sich davon zu ernähren. Weltweit gibt es ungefähr 900 Zeckenarten, wovon viele sehr bedeutende Krankheitsüberträger sind. Die beiden bekanntesten durch Zecken übertragbaren Krankheiten sind Borreliose und FSME.
Borreliose wird von einem spiralförmigen Bakterium namens „Borrelia burgdorferi“ ausgelöst und kann zu Herzproblemen bis hin zu einer Hirnhautentzündung führen.
FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) ist eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die durch Viren ausgelöst wird.

Wo und wann ist die Gefahr vor Zecken am höchsten?

Zecken leben vor allem an Waldrändern, in Gärten, an Lichtungen und an Bächen. Sie leben eher bodennah, also bewegen sie sich am Boden, in hohem Gras und in Büschen. An sich sind Zecken sehr träge Tiere, weshalb sie von sich aus keine großen Strecken zurücklegen. Um sich fortzubewegen nutzen sie also ihren Wirt. Außerdem ist es ein Irrglaube, dass Zecken von Bäumen oder Büschen auf uns springen, sondern sie lassen sich von Gräsern und Büschen abstreichen. Körperkontakt ist also zwingend notwendig.
Da Zecken es warm und feucht lieben sind sie nach einem verregneten Sommertag am aktivsten. Sie können jedoch auch längere Kälte- oder Trockenperioden überleben. Sie leben also überall dort, wo die Luftfeuchtigkeit ausreichend hoch ist und moderate Temperaturen herrschen.

Deshalb sollten Sie sich gegen Zeckenbisse schützen

Durch Zeckenbisse können hohes Fieber und starke Kopfschmerzen ausgelöst werden, außerdem können auch Spätschäden bei einer Infektion mit Borreliose oder FSME durch einen Zeckenbiss entstehen. In Deutschland ist das Risiko sich durch einen Zeckenbiss mit FSME zu infizieren in Süddeutschland am höchsten, wobei sich die Risikogebiete durch die Klimaveränderung immer weiter in den Norden ausbreiten. Deshalb wird empfohlen sich gegen FSME impfen zu lassen, vor allem wenn man in einem Risikogebiet wohnt oder einen Urlaub in einem der Gebiete plant. Die Kosten für die Impfung gegen FSME werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Ob sie in einem Risikogebiet wohnen oder in eines reisen können sie im Internet auf der Seite des Robert Koch Institut (rki.de) nachlesen.

So können Sie sich vor Zeckenbissen schützen

Die einfachste Variante sich vor Zeckenbissen zu schützen ist das Tragen von langer Kleidung und festem Schuhwerk. Zusätzlich werden in Apotheken viele Mittel angeboten, die den Schutz vor Zecken noch zusätzlich erhöht. Diese Mittel gibt es in Form von Sprays oder Lotionen, wobei Lotionen direkt auf die Haut und Sprays auf die Kleidung aufgebracht werden. Dieser Schutz sollte nach einigen Stunden erneuert werden.
Sie sollten jedoch nicht nur sich selbst vor Zecken schützen, sondern auch ihren Hund oder ihre Katze. Ihr Tierarzt oder Apotheker berät sie dazu sicher gerne.
Auch wenn Sie denken Sie haben sich noch so gründlich geschützt ist es unabdingbar sich nach einem ausgedehnten Ausflug in die Natur nach Zecken abzusuchen. Sie sitzen sehr gerne z.B. in den Kniekehlen, im Bauch- und Brustbereich, am Hals, am Kopf und im Schritt, also dort wo die Haut dünn, feucht und gut durchblutet ist. Es sollte auf jeden Fall auch an Stellen gesucht werden, die von Kleidung bedeckt waren, da die Zecken vielleicht doch einen Weg auf die Haut gefunden haben.

Zeckenbisse ordnungsgemäß entfernen

Wenn Sie trotz allem Schutz von einer Zecke gebissen werden sollten dann gilt es die Zecke so schnell wie möglich zu entfernen, da die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von Krankheitserregern steigt. Zu einer Infektion mit Borreliose kommt es zwar erst nach 12 bis 24 Stunden, die Übertragung von FSME-Viren beginnt jedoch sofort.
Trotz den besten Hilfsmitteln ist die richtige Technik ausschlaggebend für eine erfolgreiche Zeckenentfernung. Für alle Hilfsmittel gilt: die Zecke muss möglichst hautnah gegriffen werden um ein Quetschen zu vermeiden. Danach wird sie langsam und kontrolliert herausgezogen. Zecken sollten auf keinen Fall mit einem Ruck oder einer Drehung entfernt werden, da das Mundwerkzeug der kleinen Tierchen Widerhaken hat. Auf jeden Fall sollte auch auf Hausmittel wie Nagellackentferner oder Alkohol verzichtet werden, da sie die Übertragung von Erregern und die Wahrscheinlichkeit einer Entzündung erhöhen. Ist die Zecke dann entfernt ist es jedoch sinnvoll die Stelle mit Alkohol oder Iodsalbe zu desinfizieren. Um eine Ausbreitung der Rötung um den Zeckenbiss herum beobachten zu können empfiehlt es sich mit einem Kugelschreiber einen Kreis um die Einstichstelle zu machen.

Hilfsmittel zur Zeckenentfernung

Apotheken führen viele verschiedene Hilfsmittel zur Zeckenentfernung. Dort werden sie auch gerne beraten welches für sie am geeignetsten sein könnte.

  • Zeckenpinzette: Mit ihr wird die Zecke hautnah an den Mundwerkzeugen gepackt und kontrolliert herausgezogen.
  • Zeckenkarte: Die Zeckenkarte hat eine V-förmige Aussparung, mit der die Zecke festgehalten wird. Durch eine Bewegung nach vorn und oben wird die Zecke dann entfernt.
  • Zeckenlasso: Die Zecke wird mit einer Schlinge entfernt. Diese wird hautnah um die Zecke gelegt, dann wird der Durchmesser der Schlaufe durch einen Stempel am oberen Ende des Zeckenlassos verringert und schließlich kann die Zecke aus der Haut gezogen werden.
  • Wenn sie gar kein Hilfsmittel zur Hand haben sollten kann man Zecken auch mit den Fingern entfernen, wobei dabei große Vorsicht geboten ist. Greifen Sie dafür mit zwei Fingern (am besten Daumen und Zeigefinger) die Zecke möglichst hautnah ohne dabei zuzudrücken. Dann kann die Zecke vorsichtig herausgezogen werden.

An schwer zu erreichenden Stellen empfiehlt es sich eine zweite Person um Hilfe zu bitten oder einen Arzt aufzusuchen. Letzterer ist im Zweifelsfall immer die beste Anlaufstelle.
Um zu verhindern, dass sich die Zecke erneut auf einen Menschen festsetzt sollte sie getötet werden. Legen Sie die Zecke hierfür am besten zwischen zwei Blätter Papier und zerdrücken Sie sie mit einem Glas. Hautkontakt sollte auf jeden Fall vermieden werden, also sollten nicht die Finger zum Zerdrücken der Zecke verwendet werden!

Wann Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen sollten

Nach der Entfernung wird die Bissstelle oft noch etwas gerötet sein, was jedoch nicht weiter schlimm ist. Sollte die Rötung jedoch nicht zurückgehen, sich ausbreiten, anschwellen, schmerzen oder heiß werden oder grippeähnliche Symptome auftreten, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen um eine Infektion ausschließen zu können oder schnellstmöglich eine Behandlung zu starten.

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