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Geschlechtskrankheiten – wie kann ich mich schützen?

Geschlechtskrankheiten sind immer noch ein gesellschaftliches Tabu, obwohl tatsächlich die meisten sexuell aktiven Menschen irgendwann in ihrem Leben eine Geschlechtskrankheit bekommen. Das ist zunächst nicht verwunderlich, da viele Geschlechtskrankheiten leicht übertragbar sind. Daher gibt es keinen Grund sich zu schämen, denn es ist umso wichtiger, Verantwortung zu übernehmen und mit Symptomen sofort zum Arzt zu gehen.

Welches sind die häufigsten Geschlechtskrankheiten?

Die häufigsten bakteriellen Infektionen sind:

1. Chlamydien
2. Syphilis
3. Gonorrhö (Tripper)

Die häufigsten viralen Infektionen sind:

1. Hepatitis B
2. Herpes Genitalis
3. Humanes Papillomavirus
4. HIV

Bakterielle Infektionen:

Chlamydien können in verschiedene Typen unterteilt werden, die unterschiedliche Krankheiten auslösen. Bakteriengruppe A-C verursacht Augeninfektionen, Bakteriengruppe A-D bringt Entzündungen des Gebärmutterhalses oder der Harnröhre. Entsprechend sind typische Symptome verfärbter, riechender Ausfluss, Jucken oder Brennen im Intimbereich und beim Wasserlassen, Schmerzen im Intimbereich oder eine Bindehautentzündung. Teils können Chlamydieninfektionen jedoch auch gänzlich ohne Symptome verlaufen. Rechtzeitig erkannt, können Chlamydien gut mit Antibiotika behandelt werden.

Syphilis ist nicht leicht zu erkennen, da es eine Vielzahl an Symptomen hervorrufen kann und in mehreren Stadien verläuft. Ein Indiz ist das Knötchen, dass sich an der Stelle bildet, wo das Bakterium zuerst in den Körper eintritt, also im Falle von Geschlechtsverkehr als Auslöser im Genitalbereich. In späteren Stadien treten oft fieberartige Erscheinungen auf.

Gonorrhö, auch Tripper genannt, ist eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten. Sie befällt die Schleimhäute im Genitalbereich und kann sich auch auf die Harnröhre ausbreiten. Tripper hat eine Inkubationszeit von etwa drei Tagen und kann daher auch schnell anhand der Symptome erkannt werden. Dazu gehören ungewöhnlicher Ausfluss, Schwellungen im Genitalbereich, Fieber oder Brennen beim Wasserlassen. Bei Oralverkehr kann es auch zu Halsbeschwerden kommen.

Virale Infektionen:

Hepatitis B ist eine Infektion der Leber. In der Mehrzahl der Fälle ist der Krankheitsverlauf akut und kann gut behandelt werden, bei fehlender ärztlicher Behandlung ist die Entwicklung gelegentlich chronisch. Da die Übertragung über Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma oder Speichel passiert, ist Hepatitis B hochansteckend. Klassische Symptome sind Fieber, Abgeschlagenheit, Druckgefühle im rechten Oberbauch oder Kopfschmerz.

Genitalherpes wird als Schmierinfektion beim Geschlechtsverkehr über Körperflüssigkeiten übertragen. Die Viren verbleiben auch nach dem Ausbruch einer akuten Infektion im Körper und können nicht vollständig vernichtet werden. Sie sind jedoch in einem inaktiven Zustand und brechen erst bei geschwächter Immunabwehr wieder aus. Genitalherpes zeigt sich durch schmerzhafte Bläschen im Genitalbereich und gelegentlich auch im Gesicht.

Das Humane Papillomavirus kommt bei Männern und Frauen gleichermaßen vor. Die Ansteckung passiert über direkten Haut- und Schleimhautkontakt und kann je nach Art des Virus zu Hautwarzen oder Genitalwarzen führen. Im schlimmsten Fall löst er, insbesondere bei Frauen, Krebs aus, weshalb Mädchen bis etwa 17 Jahren oder auch bis zum ersten Geschlechtsverkehr die Impfung empfohlen wird.

HIV ist eine der schwerwiegendsten Geschlechtskrankheiten, da keine Heilungsmöglichkeit besteht. Dennoch können Betroffene dank moderner Medikamente lange mit dem Virus leben. Es wird häufig über Schleimhautverletzungen und durch Blut, Sperma oder Vaginalsekret übertragen. In den ersten Wochen sind die Symptome einer Grippe sehr ähnlich und sollten ernst genommen werden. Nach einer Diagnose des Virus kann mit einer Medikamentengabe der Ausbruch von Aids verhindert werden.

Wie schütze ich mich vor Geschlechtskrankheiten und was tue ich im Falle einer Infektion?

Zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten ist Safer Sex das A & O. Kondome sind natürlich der Klassiker beim Schutz, sollten aber nicht als das einzig verlässliche Mittel betrachtet werden. Geschlechtskrankheiten werden auch durch Hautkontakt übertragen, daher ist es wichtig, den Verkehr zu vermeiden, wenn ein Partner akut infiziert ist. Das Gleiche gilt für Oralsex- daher sollte auch hier bei einem unbekannten Partner ein Lecktuch oder ein Kondom genutzt werden. Ebenso wichtig sind auch regelmäßige Check-Ups beim Arzt beider Partner. Hat einer von beiden nun Symptome entwickelt, bleibt nur noch die Möglichkeit, einen Arzt aufzusuchen und den Partner unbedingt darüber zu informieren. Die meisten Krankheiten sind mit Antibiotika oder antiviralen Mitteln gut behandelbar, jedoch nur in ärztlicher Versorgung.

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