E-Rezept - Was, Wann, Wie?

Das E-Rezept stellt eine digitale Alternative zur klassischen ärztlichen Verschreibung auf Papier dar. Schon bald soll sich das Konzept als neuer Standard bei der Besorgung von Arzneimitteln etablieren. Nachfolgend haben wir einige Informationen zusammengetragen, die zum jetzigen Zeitpunkt schon bekannt sind. Vorweg: es ist noch einiges offen und ungeklärt. Sicher ist, dass über kurz oder lang das E-Rezept kommen wird - und wir von den Kleeblatt Apotheken werden vorbereitet sein, um auch weiterhin Ihr verlässlicher Partner bei der Versorgung mit verschreibungspflichtigen Medikamenten sein.

Was wird unter E-Rezept verstanden?

Die Bezeichnung “E-Rezept” ist eine verkürzte Schreibweise und beschreibt das elektronische Rezept. Anders als bei der klassischen Rezeptverschreibung, basiert das E-Rezept nicht auf einem in Handschrift oder Maschinenschrift formulierten Rezeptzettel aus Papier, sondern auf einem elektronischen Speichermedium. Der verschreibende Arzt tippt das verschriebene Arzneimittel auf ein bestimmtes Computergerät, wodurch das Rezept schneller weiterverarbeitet werden kann.

Zwei unterschiedliche Ansätze

Bei der Implementierung des E-Rezepts werden zwei generelle Ansätze diskutiert, die sich in der Art der Datenspeicherung unterscheiden. Der dezentrale Ansatz sieht eine Speicherung der Rezeptdaten auf einem unabhängigen Medium vor, das jedem Patienten einzeln dient. Der zentrale Ansatz würde alle Rezeptdaten hingegen auf einem einzelnen zentralen Speichersystem erfassen, in dem beispielsweise alle Ärzte, Krankenkassen und Apotheken miteinander verbunden wären.

Wie funktioniert das E-Rezept genau?

Entscheidet sich ein Patient oder Arzt bei der Arzneimittelverschreibung für das E-Rezept, würde der Arzt das Rezept je nach Ansatz entweder auf einem individuellen, dezentralen Speichermedium des Patienten eintippen oder die Verschreibung direkt in die zentrale Datenbank eingeben. Nun können die Daten schnell und sofort an eine betreffende Apotheke gesendet werden, die die verschriebenen Medikamente für den Patienten bereitstellt.

Verbreitung von E-Rezepten: Deutschland hinkt hinterher

Das E-Rezept ist bereits in mehreren europäischen Ländern in Nutzung, zum Beispiel in Großbritannien, in der Schweiz, den Niederlanden und in Polen. In Deutschland steht die Implementierung dagegen erst bevor. Ursprünglich ab 2020 sollte das elektronische Rezept zunächst auf freiwilliger Basis Patienten, Ärzten und Apotheken dann auch in der Bundesrepublik zur Verfügung stehen. 

Schneller und weniger bürokratisch: Die Vorteile des E-Rezepts

Die Vorteile des elektronischen Rezepts sind äußerst vielschichtig. So lassen sich mit diesem im Vergleich zum Papierrezept Übertragungs- und Lesefehler seitens des Arzt und der Apotheke besser vermeiden. Darüber hinaus kann der verschreibende Arzt auch im Nachhinein das Rezept modifizieren und erhält somit eine höhere Flexibilität bei der Ausstellung der Rezepte. Der Aufwand des Arzneimittelkaufs wird für Patienten, aber auch Apotheken, dabei geringer, da die Rezeptbestellungen schneller bzw. sofort umgesetzt werden können. Vor allem der zentrale Ansatz birgt für Apotheker zudem auch den großen Vorteil schneller mit den Krankenkassen der Patienten abzurechnen. Dies bedeutet einen signifikant geringeren Bürokratieaufwand für alle involvierten Parteien, was zumindest langfristig auch finanzielle Vorteile generiert. Durch den Wegfall des Papierbedarfs für die Rezeptzettel, wird zudem auch die Umwelt geschont.

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