Wogegen sollte man sich impfen lassen?

Noch immer gibt es viele Unklarheiten zum Thema der Impfung – doch was genau passiert hier eigentlich mit dem Körper und wogegen sollten Sie sich impfen lassen?

Der Begriff der Impfung ist auch unter der Bezeichnung Vakzination bekannt: Grundsätzlich handelt es sich hier um die Gabe eines vorher ausgewählten Impfstoffes in der vorgesehenen Dosierung. Dieser verfolgt dann das Ziel, den Empfänger vor einer bestimmten Krankheit zu schützen. Zu diesem Zwecke sollen spezifische Stoffe im Immunsystem aktiviert werden. Die Impfung selbst gilt als Antwort der modernen Medizin auf Infektionskrankheiten.

Was kommt in meinen Körper: Unterscheidung nach aktiver und passiver Impfung

In den meisten Fällen soll die Impfung eine präventive Wirkung entfalten. Im Rahmen der sogenannten aktiven Impfung gelangen wahlweise Lebend- oder Totenimpfstoffe in den Körper, die dort zur Herausbildung einer Immunkompetenz führen. Der Lebendimpfstoff besteht aus abgeschwächten Erregern: Da sie jedoch nicht mehr vermehrungsfähig sind, können sie zu keiner Erkrankung mehr führen. Wie der Name bereits vermuten lässt, sind beim Totenimpfstoff die Erreger sogar bereits völlig abgetötet.

Zuweilen besteht jedoch auch eine akute Gefahr, eine Infektionskrankheit zu bekommen. Wer in Kontakt mit einem bestimmten Erreger gekommen ist, bekommt dann eine passive Impfung: Hierbei werden dem Empfänger Antikörper in Form eines Immunserums injiziert.

Keine Impfpflicht, aber Empfehlungen

Wenngleich es keine Pflicht in Deutschland gibt: Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission vom Berliner Robert-Koch-Institut gelten als zuverlässiger Anhaltspunkt, wogegen Sie sich idealerweise schützen lassen. Sie rät zur Impfungen bei:
-    Diphterie
-    Masern,
-    Röteln
-    Mumps
-    Tetanus
-    Pertussis
-    Polio
-    Hameophilus influenzae
-    Hepatitis B
Das gleiche Institut hat im Übrigen auch Hinweise zum richtigen Alter der Impfungen gegeben. Kinder im Alter von 9 Wochen sollten laut den Experten bereits mit einer Sechsfach-Impfung gegen Kinderlähmung, Keuchhusten, Diphtherie, Tetanus, Haemophilus influenza Typ b (Hib) und Hepatitis B beginnen. Nach elf Monaten erfolgt dann eine weitere Mehrfach-Immunisierung gegen Masern, Mumps, Röteln und gegebenenfalls Windpocken. Insgesamt sieht die Kommission nach 2 Jahren Impfungen gegen bis zu 13 Erreger vor.

Auslandsreiseimpfung


Wenn Sie planen in den Urlaub zu reisen, egal ob in Deutschland oder auf die andere Seite der Welt, sollten Sie sich rechtzeitig über empfohlene Impfungen zu den Regionen erkundigen. Es wird eine Zeit von sechs Wochen vor Reisebeginn nahegelegt, weil sich die Wirkung von Impfungen von ein paar Tagen auf bis zu vier Wochen ziehen kann, je nach Impfung. Die meisten gesetzlichen Krankenkassen übernehmen sogar die Kosten von empfohlenen Reiseimpfungen. Fragen Sie am besten bei Ihrer Krankenkasse im Vorfeld nach. Aber auch wenn Sie spontan verreisen möchten lohnt sich eine entsprechende Impfung. Fragen Sie am besten ihren Arzt oder Apotheker, der Sie individuell beraten kann.

Impfberatung in der Apotheke


In unseren Kleeblatt Apotheken erhalten Sie bei Bedarf weitere Details zu den genauen Empfehlungen der Kommission. Wer sich zudem unsicher über das generelle Für und Wider ist, wird hier über die Vorteile, aber auch die möglichen Risiken einer Impfung informiert. Darüber hinaus können die Apotheker die mitgebrachten Impfausweise auf ihre Richtigkeit überprüfen – viele Impfungen müssen nämlich bereits im Jugendlichen- oder Erwachsenenalter wiederholt werden. Auch hierfür haben die Gesundheitsexperten die jeweils richtigen Zeitpunkte parat. Lassen Sie sich einfach von Ihrer Apotheke über das Thema Impfungen beraten, um bei diesem wichtigen Thema gänzlich auf der sicheren Seite zu sein.

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